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Mitgliederversammlung 2016

Heimatverein: Beitrag jetzt zweistellig

von Martin Fahlbusch - Westfälische Nachrichten vom 19.01.2016

 

Der neue Vorstand des Heimatvereins präsentierte sich zusammen mit den neuen Ehrenmitgliedern Irene Mensing (vorne r.), Agnes Opitz ( 3.v.r.) und Erwin Looks (2.v.l.). nach dem Wahlgang.

 

Foto: Martin Fahlbusch

 

Weitgehende Konstanz gibt es im Vorstandsteam des Heimatvereins auch nach der jüngsten Versammlung. Werner Pöpping rückte für die ausgeschiedene Agnes Opitz ins Leitungsgremium. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wurde angehoben auf nunmehr zehn Euro.

 

Wird jetzt aus der Mitte des Heimatvereins Metelen ein riesiger Shanty-Chor gebildet? Während der Mitgliederversammlung am Sonntagnachmittag im Bürgerhaus konnte man diesen Eindruck gewinnen. Grund: Die rund 100 Mitglieder, die den Weg in den Saal gefunden hatten, wurden auf nette Art zum Singen – sagen wir besser zum Üben – vergattert. Gut, anfangs wusste noch niemand von seinem Glück, denn es ging mit einem gemütlichen Kaffeetrinken los. Hierbei präsentierte sich die Trachtengruppe um Agatha Bockholt nicht nur malerisch, sondern sorgte auch für heißen Nachschub in den Tassen. Und die Akkordeongruppe des Heimatvereins machte die Unterhaltungsmusik dazu.

 

Die ersten Regularien der Tagesordnung gingen glatt über die Bühne, nicht zuletzt dank des knappen Jahresrückblicks von Schriftführer Heijo Plagemann und den präzisen Zahleninformationen von Kassierer Helmut Rengers. Da konnte Kassenprüfer Josef Bockholt nur die Entlastung des Vorstandes vorschlagen, was die Versammlung einstimmig tat. Danach jedoch wurde es ernst. Zumindest, was die Chorproben anging, denn der Vorsitzende ließ zur Auflockerung der Tagesordnung immer wieder Lieder singen, die die Akkordeongruppe begleitete. Einstimmig ging die Wahl des neuen stellvertretenden Vorsitzenden Werner Pöpping über die Bühne. Heijo Plagemann wurde als Schriftführer bestätigt, Monika Jöhne und Hermann Schaten fungieren weiterhin als Beisitzer im Vorstand. Jürgen Schmitter wurde als neuer Kassenprüfer bestimmt.

 

Die Versammlung zeichnete einhellig die neuen Ehrenmitglieder Irene Mensing, Agnes Opitz und Erwin Looks aus. Apropos Agnes Opitz: Es kam schon etwas Wehmut auf, als die Versammlung die verdiente Vorstandsfrau, die über 30 Jahre für den Verein geackert hat, nun als stellvertretende Vorsitzende verabschieden musste. Kaum zu glauben, aber seit 30 Jahren war der Mitgliedsbeitrag konstant. Der Vorstand plädierte für eine moderate Anhebung auf neun Euro pro Kopf. „Komm wat soll dat, sagen wir sofort zehn Euro. Der Verein macht doch so viel“, brach Karl Hollekamp das Eis und die Versammlung war einstimmig seiner Meinung.

 

Auf Anregung von Paul Mensing wurde auch das Thema „Neue Vechte“ diskutiert. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Mühle in ihrer Funktion als Kulturgut vorzeigen können“, mahnte er. Demgegenüber freute sich Karl Hollekamp über das Projekt „Gibt Metelen die Heide zurück“. Vorsitzender Bernhard Icking freute sich über die vielen Angebote, die beispielsweise das neue Jahresprogramm ausweist. „Ich will ausdrücklich allen Leuten danken, die hier feste dabei sind“, hob er das Engagement vieler hervor. Aber er warb zudem dafür, sich auch aktiv zu beteiligen. „Nur so bleiben wir ein lebendiger und umtriebiger Verein.“

 

 

 

 

 

Jetzt ist - fast - alles schüssig

Heimatverein bringt Plagemanns Mühle auf Vordermann

Von Martin Fahlbusch - Westfälische Nachrichten - Samstag, 19.09.2015

 

 

Vorzeigeobjekt: Der Heimatverein betreibt mit Vechtewasser in Plagemanns Mühle einen alten Generator und erzeugt damit Strom – nicht viel, aber zum Veranschaulichen der Technik reicht es.

 


Foto: Martin Fahlbusch

 

 

An allen Ecken und Enden von Plagemanns Mühle wird derzeit gewerkelt. Die Mitglieder des Heimatvereins sind dabei, das Denkmal auf Vordermann zu bringen und scheuen keine Mühen. Die Umgangssprache bei den derzeitigen Arbeiten des Heimatvereins an Plagemanns Mühle ist Platt. Das kommt den Ergebnissen zugute. Kurz, deutlich, klar.

 

Vorsitzender Bernhard Iking ist zufrieden, dass viele lange notwendige Arbeiten mittlerweile auf den Weg gebracht wurden. „Und ich bin froh, dass ich so wertvolle fachliche Unterstützung habe“, sagt er anerkennend und erzählt, wie beispielsweise vor kurzem Heinz Rengbers in einem Korb hängend von Bernd Wisse und dessen Kran über die Vechte an die Rückwand des Mühlengebäudes gehievt wurde, um das Fachwerkholz zu streichen. „Das war nötig, sonst bröckelt uns irgendwann die Bude auseinander“, gibt sich Rengbers kundig und schwindelfrei.

 

Doch das ist nicht die einzige Baustelle. In diesen Tagen laufen die Arbeiten für eine überdachte Ruhebank vor der Mühle. Der Platz wird gepflastert und die selbst gemachte Holzbank genau eingepasst. Schreinermeister Herbert Brüggemann hat tatkräftige Unterstützung von Theo van Goer, Hermann Schaten und Heinz Alfert. Und Heinz Kottig hält schon das vielsagende Holzschild in der Hand: „Sett di daal“.

 

Nebendran soll noch ein Boule- und Boccia-Platz entstehen. „Dafür suchen wir einen Verein oder Kegelclub als Pate, der sich kümmert, dass alles in Schuss bleibt“, wirbt Iking für Interessenten, die sich beim Heimatverein melden können. Währenddessen hat Erwin Looks in aller Seelenruhe an der Kreissäge Fußleisten für den Bretterboden im Mühlenmuseum zugeschnitten. „Ich hatte bisher Glück, alle Finger sind noch dran“, meint er zufrieden und schmunzelt. Derweil räumen Heijo Plagemann und Rengbers die mit der historischen Säge am Mühlentag geschnittenen schweren Baumbretter zur Seite. Im wahrsten Sinne keine leichte Arbeit.

 

Besonders stolz ist der Heimatverein, dass es mit finanzieller Unterstützung des Landschaftsverbandes gelungen ist, das Turbinenhaus abzudichten. „Da hat der nasse Zahn der Zeit ordentlich dran genagt. Jetzt fehlt nur noch die endgültige Ausbesserung der Sandsteinsockel am Wasserauslauf“, berichtet Iking. Denn wenn das Vechtewasser das Wehr hinunterstürzt, wird ein Teil über ein Gefälle abgeleitet und treibt eine Turbine für die Mühlsteine an. Zudem ist es gelungen, einen Teil dieser vom Wasser erzeugten Kraft über einen knarrenden Umlenkmechanismus über große Bänder auf einen Uralt-Generator umzulenken und so Strom zu erzeugen. Eine alte Schalttafel zeigt die Leistung an, die ein paar Lampen und Kohlefaserbirnen zum Leuchten bringt. Werner Gelkings alter Generator wurde übrigens von Achim Schwering dafür fachgerecht hergerichtet. „Um Strom in das allgemeine Netz einzuspeisen, reicht es zwar nicht ganz, aber es ist eine anschauliche Sache, die wir prima vorführen können“, freut sich Werner Pöpping über die Neuerung.

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsfeier der Seniorenwandergruppe

Das ganze Jahr über wandern die Senioren des Heimatvereins um mal rauszukommen, ins Gespräch zu kommen und etwas zu erleben. Jetzt traf sich die Gruppe zu ihrer traditionellen Weihnachtsfeier. Mehr als 70 Senioren folgten der Einladung in die Gaststätte Elling. Unter der Leitung von Monika Jöhne, Elfie Krude und Hanni Teichler trugen viele Helfer zu einem gelungenen, besinnlichen Nachmittag bei. Im Anschluss an das Kaffeetrinken wurden Gedichte und Geschichten zur Weihnacht vorgetragen, alte bekannte Weihnachtslieder, begleitet von Josef Wolbeck auf dem Akkordeon, gesungen. Höhepunkte waren der Auftritt der kleinen Weihnachtsengel und der Besuch vom Nikolaus. Zum Abschluss wünschte Monika Jöhne allen Teilnehmern eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

 

 

 

Auf dem Foto das Team um Monika Jöhne. v.l.: Birgit Sürken mit Lina Brinkschmidt, Madita Ingenleuf und Rica Bröker als Weihnachtsengel, Monika Jöhne, Mathilde John, Hanni Teichler und Elfie Krude.

 

 

 

 

 

 

 

Schweiß und viel gute Laune

Ochtruper Tageblatt

Holunderstöcke, Äpfel und Buchsbaum sind die „Zutaten“, die für den Metelener Palmstock benötigt werden. 

Holunderstöcke, Äpfel und Buchsbaum sind die „Zutaten“, die für den Metelener Palmstock benötigt werden.  Foto: hakoe

 

Ob Mama oder Papa, alle arbeiteten eifrig, um möglichst schnell den nächsten Termin an diesem Abend – König Fußball stand noch auf dem Programm – wahrnehmen zu können. Kein Problem: Schließlich hatten die Eltern der Kindergartenkinder kompetente Unterstützung – beim Palmstöcke basteln.

 

Einige Heimatfreunde waren am Mittwoch zu Gast im Kindergarten St. Josef. Ihr gemeinsames Ziel: mit den Eltern der Kita-Kinder traditionelle Palmstöcke basteln. Das Familienzen­trum „Hand in Hand“ hatte eingeladen.

„Ob Mama oder Papa, alle arbeiteten eifrig, um auch noch den nächsten Termin an diesem Abend – König Fußball stand außerdem auf dem Programm – wahrnehmen zu können“, heißt es im Pressebericht des Familienzentrums.

„Doch ganz so einfach wie die ,alten Hasen‘ den Holunderstock bearbeiteten, war es für die ungeübten Eltern dann doch nicht“, informiert das Team weiter. „Man muss schon einen geeigneten Stock, der mindestens drei Jahre alt ist und nicht zu viele Unebenheiten aufweist, aussuchen“, wird Heinz Woltering im Pressetext zitiert. Das war offensichtlich eine wichtige Information vor allem für Christian Wilkes. „Er kannte aus seiner Heimatstadt Gronau diese Art der Palmstockherstellung nicht“, schreibt das Team. Mit einem scharfen Messer seien von ihm und 13 weiteren Teilnehmern dann gleichzeitig die vielen „Krüsselkes“ in beide Stockrichtungen geschabt worden.

Einige Schweißtropfen gab es an

diesem Nachmittag gratis dazu. „Den Apfel steckt man nicht einfach so auf, dann reißt er, sondern dreht ihn langsam an seine gewünschte Position“, habe Woltering einen weiteren Arbeitsschritt erklärt. Letztendlich wurde dann noch der Buchsbaum aufgesteckt – und fertig war und ist der Metelener Palmstock, „der sich natürlich um Längen von einem gekauften Palmstock bei der feierlichen Weihe am Sonntag abhebt“.