Ehre für Albert Tietmeyer

Ortschronist mit viel Sinn für Humor

von Dieter Huge sive Huwe - Westfälische Nachrichten am 28.03.2015

 

Albert Tietmeyer vor einem Teil seiner Werke, die er in Aktenordnern aufbewahrt. Die mit dem grünen Aufkleber soll einmal der Heimatverein bekommen.

 

Foto: Dieter Huge sive Huwe

 

Er ist ein zutiefst heimatverbundener Mensch, ein Sammler und Chronist von Geschichte und Geschichten, und hat dazu noch einen ganz ausgeprägten Sinn für Humor: Albert Tietmeyer wird am Montag vom Landrat des Kreises Steinfurt geehrt.

 

Albert Tietmeyer auf 112 Zeilen zu porträtieren, ist ein beinah unmögliches Unterfangen. Zwei Tage vor der großen Ehre, die ihm durch den Landrat des Kreises zuteil wird, hier nun der Versuch. Vorzustellen ist ein ebenso energiegeladener wie freundlicher älterer Herr, den man allen alteingesessenen Menschen im Ort eigentlich nicht zu beschreiben braucht. Albert Tietmeyer ist

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ein Urgestein, einer, der bekanntesten Metelener überhaupt. Elf Geschwister waren sie im Hause Tietmeyer, Albert war der Älteste. Der Vater kümmerte sich als Beamter um die Finanzen der Gemeinde, Albert jedoch verschlug es zunächst ins Handwerk. „1945, da war es wichtig, das man versorgt war“, erzählt der heute 84-Jährige. Und versorgt war er, lernte Bäcker, arbeitete drei Jahre in Borghorst in der Bäckerei Badde, dann zog es ihn in die Welt hinaus. Bis Köln kam er, machte hier seinen Meister, infizierte sich mit dem rheinischen Humor und wurde einer seiner Botschafter, als er zurück in Metelen war. Die eigene Bäckerei, in der er 30 Jahre arbeitete, war der Beruf – Gedanken, Erlebnisse, Gehörtes zu Papier bringen, die Berufung.

 

„Ach, ich weiß nicht, wie viele Stunden ich an der Schreibmaschine verbracht habe“, schaut Tietmeyer auf etliche Regalmeter mit Aktenordnern. Sie enthalten: Dönekes, Geschichten, Theaterstücke, Vierzeiler, Erinnerungen . . . Tietmeyer nimmt hier einen Ordner aus dem Regal, blättert dort in einem Schnellhefter, erzählt vom Dorf-Original Heinrich Kemper, dessen Geschichten er – da war er Mitte 30 – für die Nachwelt festhalten wollte. Es war der Anfang der großen Leidenschaft fürs Schreiben. Der Beginn des emsigen Schaffens eines zutiefst heimatverbundenen Menschen, der mit seinem erfrischenden Humor nie aneckt, sondern ansteckt. Tietmeyers Erzählungen faszinieren. Metelenern bescherte er bei den Küeroabenden des Heimatvereins so manches Aha-Erlebnis, Zeitungslesern über Jahre mit seinen Kolumnen herzhafte Lacher, dem Kreisjahrbuch regelmäßige Beiträge, die ankommen.

 

Der Kreis ist es auch, der ihn am Montag für besondere Verdienste in der Heimat- und Brauchtumspflege auszeichnet. Tietmeyer freut sich darauf: „Es ist schön, dass sie an mich gedacht haben.“ Dass er im Heimatverein aktiv war, versteht sich. Daneben ist er ein Urgestein der Kolpingfamilie und war dabei einer der Initiatoren des Metelener Sitzungskarnevals. Viele Büttreden hat er geschrieben, vorgetragen nur wenige. Tietmeyer ist Mann des Wortes, und zwar des geschriebenen. An der Schreibmaschine und heute am Computer taucht er ein in die Welt der Geschichte und Dönekes, in denen er die porträtierten Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen darstellt – stets mit einem Augenzwinkern und immer so, dass man es ihm nicht krumm nimmt. Plattdeutsch ist da das perfekte Instrument für Tietmeyer. Ein Ortschronist, der in Metelen seinesgleichen sucht.