Kartoffelfest am 21.09.2014

Von Martin Fahlbusch - Westfälische Nachrichten / Ochtruper Tageblatt

 

Die Kartoffel stand am Sonntag im Mittelpunkt des Kartoffelfestes. Ausrichter der Veranstaltung auf dem Gelände rund um Plagemanns Mühle waren der Heimatverein sowie die Kindergärten der Vechtegemeinde.

 

 

So ist er, der Ehrenvorsitzende des Metelener Heimatvereins, Heinz Tewes. Als er am Sonntagmorgen beim Kartoffelfest an Plagemanns Mühle auftauchte, grüßte er die schon aktive Reibekuchentruppe mit: „Na, alle Mann an Bord?“ Prompt schallte ihm Protest entgegen und er schob pfiffig ein: „Ach nee, das ist ja die holde Weiblichkeit.“ Und die war schon fleißig, hatte nicht nur den Teig vorbereitet, sondern auch das Fett dampfte schon. Und die erste kleine Schlange hatte sich mittlerweile vor der Theke gebildet. Immerhin war es gerade mal 11.35 Uhr.

 

In der Tat ging es rund. Rund um die Kartoffeln hatten sich nämlich der Heimatverein und die Metelener Kindergärten zusammengetan. Die Mädchen und Jungen dort verfolgen bereits seit einiger Zeit die schmackhaften Erdäpfel vom Auslegen auf einem Acker bis zur Ernte. Jetzt halfen die Kleineren den Größeren an der guten alten Kartoffelsortiermaschine beim Drehen der Kurbel und beim Abfüllen der Kartoffelsäcke.

 

 

Die konnte man auch anders nutzen, wie die Kinder beim Sackhüpfen und Eierlaufen mit Kartoffeln und Kinderrikscha veranschaulichten. Aber damit nicht genug. Mit wenigen Hilfsmitteln bastelte der Nachwuchs herrliche Kartoffelkönige und erhielt nach erfolgreicher Arbeit noch ein Kartoffelmärchen obendrauf. Selbst gemachte Buttons – mit Kartoffelmuster zum Ausmalen – erstanden im Zelt nebenan. Und mit ein wenig Hilfe der Kindergärtnerinnen ließen sich modische Perlen-Armbänder herstellen.

 

Wer die Gelegenheit zum sonntäglichen Ausflug zur Mühle nutzte, wurde bestimmt von der Kartoffelbegeisterung angesteckt.

 

 

 

 

 

 

Heimatfreunde bearbeiten Holunderstöcke

Palmstock-Basteln: VON HANS KÖNING


Heimatfreunde waren am Mittwoch zu Gast im Kindergarten St. Josef, um mit den Eltern der Kindergartenkinder traditionelle Palmstöcke zu basteln. Das Familienzentrum „Hand in Hand“ hatte zu dieser alljährlichen Gemeinschaftsveranstaltung eingeladen.




Christian Wilkes fand die Herstellung des Palmstockes spannend.

Christian Wilkes fand die Herstellung des Palmstockes spannend. Foto Hans Köning





Silke Viefhues hatte gleich drei Palmstöcke zu fertigen. Klara, Greta und Mattis werden sich ebenso über den selbst gebastelten Palmstock freuen wie Madleen und Hedi, die Kinder von Michael Kania.

Silke Viefhues hatte gleich drei Palmstöcke zu fertigen. Klara, Greta und Mattis werden sich ebenso über den selbst gebastelten Palmstock freuen wie Madleen und Hedi, die Kinder von Michael Kania. Foto Hans Köning


Ob Mama oder Papa, alle arbeiteten zügig, um möglichst schnell den nächsten Termin an diesem Abend (König Fußball stand noch auf dem Programm) wahrnehmen zu können.

Die Wahl des Stocks

Doch ganz so einfach, wie die „alten Hasen“ den Holunderstock bearbeiteten, war es für die ungeübten Eltern dann doch nicht. Man muss schon einen geeigneten Stock, der mindestens drei Jahre alt ist, und nicht zu viele Unebenheiten aufweist, aussuchen, verrät Heinz Woltering.

Wichtige Informationen für Christian Wilkes, der aus seiner Heimatstadt Gronau diese Art der Palmstockherstellung nicht kennt. Mit einem scharfen Messer werden von ihm und 13 weiteren Teilnehmern dann gleichzeitig die vielen „Krüsselkes“ in beide Stockrichtungen geschabt. Einige Schweißtropfen gibt es gratis dazu.

Den Apfel steckt man nicht einfach so auf, dann reißt er, sondern dreht ihn langsam an seine gewünschte Position, erläutert Heinz Woltering einen weiteren Arbeitsschritt. Letztendlich wird noch der Buchsbaum aufgesteckt und fertig ist der Metelener Palmstock, der sich natürlich um Längen von einem gekauften Palmstock bei der feierlichen Palmweihe am Sonntag abhebt.

Anpacken für den Erhalt der Mühle

 

Sanierungsarbeiten von Dieter Huge sive Huwe, Münstersche Zeitung


Am Sonntag ist die Mühle erstmals in dieser Saison wieder zu besichtigen. Mitglieder des Heimatvereins haben am Freitag ausgefegt und herumliegendes Nistmaterial der Dohlen, die sich in dem Gemäuern heimisch fühlten, weggeräumt. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, die in diesem Jahr auf die rührigen Heimatfreunde zukommt. 

Gemeinsam geht es doppelt so schnell: Mitglieder der Eisengruppe wuchten Bretter ins zweite Mühlengeschoss.

Gemeinsam geht es doppelt so schnell: Mitglieder der Eisengruppe wuchten Bretter ins zweite Mühlengeschoss.
Foto Dieter Huge sive Huwe


Sorgenkind des Vorstands: Bernhard Iking zeigt auf die Stelle, an der Wasser aus dem Mühlengebäude sickert.

Sorgenkind des Vorstands: Bernhard Iking zeigt auf die Stelle, an der Wasser aus dem Mühlengebäude sickert. Foto Dieter Huge sive Huwe




Heinz Rengbers zeigt die Stelle, an der sich die Dohlen durch den Draht gearbeitet haben.

 Heinz Rengbers zeigt die Stelle, an der sich die Dohlen durch den Draht gearbeitet haben. Foto Dieter Huge sive Huwe



In der Mühle stehen nämlich grundlegende Sanierungsarbeiten an. Einige werden vor allem die Besucher des Tages der Vereine am 18. Mai sehen können. Die neue Schiebetür vor der Sägehalle etwa, die unter den Händen von Tischlermeister Herbert Brüggemann und anderen aus der Eisengruppe entsteht.

Wer die Mühle kennt, dem werden dann auch die neuen Bodenbretter in den beiden oberen Stockwerken auffallen. Vor allem im Bereich der Transmissionen und der Holzschuhmacher-Werkstatt sind die Bretter marode und werden ersetzt.

Augenscheinlich ist auch der alte Sackaufzug im Ausbau der Mühle, der wieder aufgebaut werden soll. "Das Rad haben wir in der Sägehalle wiedergefunden", freut sich Heinz Rengbers aus der Eisengruppe. Das Seil liegt auch schon breit.

Können die Heimatfreunde diese Arbeiten noch in Eigenregie übernehmen, so ist eine Fachfirma gefordert, wenn es um die Abdichtung der Mühle im Untergeschoss geht. Hier läuft munter Wasser aus dem Gebäude. Woher das Rinnsal kommt, weiß niemand. Heimatvereins-Vorsitzender Bernhard Iking ahnt, dass hier eine nicht unbeträchtliche Summe der gut 12 000 Euro, die vom Landschaftsverband und vom Kreis in die Sanierung fließen, investiert werden muss. Insgesamt wird die Mühlensanierung auf 38 000 Euro beziffert. Mehr als zwei Drittel dieses Betrages besteht jedoch aus dem ehrenamtlichen Engagement der Heimatfreunde. Wer die Summe sieht, der ahnt, was ihr Einsatz für die Mühle wert ist.

Dass die ehemaligen Handwerker mit Herz und Seele dabei sind, wenn es um "ihre" Mühle geht, merkt man ihnen an. Und auch, dass die Treffen der Gruppen - es gibt auch eine Gärtnertruppe - mehr sind als reine Arbeitsdienste. Der kleine Plausch zwischendurch gehört nämlich auch dazu.

Leckere Pommes in Aussicht

Kindergartenkinder setzten Kartoffelknollen in Naendorfer Acker

Von Martin Fahlbusch, Ochtruper Tageblatt


Früher hieß es vielleicht „Wenn der Vater mit dem Sohne“. Mittlerweile heißt es beim Heimatverein und den Treckerfreunden Metelener „Wenn der Opa mit der Lilly“. Opa heißt mit vollem Namen Herbert Schulze Herdering und seine Enkelin geht in den DRK-Kindergarten Zwergenburg. Nur gestern nicht. Da kam nämlich ihre gesamte Gruppe, die demnächst auf die Grundschule wechselt, zu ihr und den übrigen Mitgliedern der Familie nach Naendorf. Und mit ihr standen eine Menge Heimat- und Treckerfreunde schon an einem Feldrand parat. Ein gut 2000 Quadratmeter großer Acker war schon gepflügt und geeggt. „Da können die „Schulkinder“ aller Kindergärten wieder Kartoffeln pflanzen“, freute sich Heimatvereinsvorsitzender Bernhard Iking über die Unterstützung der Familie Schulze Herdering.

 

 

Nostalgisches Gerät, erwartungsfrohe "Jungbauern":

Die Kartoffelpflanzaktion des Heimatvereins kam bei den Kindern sichtbar gut an.


 

   

Jeder Kindergarten bekam sozusagen eine Parzelle für sich und kann die im Herbst, wenn man schon die Grundschulluft geschnuppert hat, die hoffentlich ordentlich vermehrten und gewachsenen Kartoffeln in frischer Luft ernten. „Ich denke unsere Aktion ist sicher so gut wie einmalig in ganz NRW“, hoffte Heimatfreund Helmut Kottig. Und sein Kollege Hermann Schaten erläuterte den Kindern, wie man es richtig macht. Dabei gab es auch tat- und motorstarke Unterstützung der Treckerfreunde. Denn die Truppe um Bernhard Verst und Siegfried Ernsting hatten alte Trecker, Pflanzmaschinen und andere ulkige Hilfsgeräte mitgebracht. Erziehring Eva Weßling, ihre Kolleginnen und drei Praktikantinnen fanden wie die Kinder, pardon Jungbäuerinnen und Jungbauern, alle in zünftiger und regensicherer Arbeitskleidung, die Abwechslung ganz toll. Und Yela wusste es schon ganz genau: „Im Herbst gibt es Pommes aus eigenen Kartoffeln!“
 

Noch Plätze frei

Die Rhön mit ihren malerischen Städtchen und ihrer rauen Landschaft ist ein ganz besonderer Flecken Erde. Hier, wo die Natur in all ihren ursprünglichen Facetten den täglichen Rhythmus des Lebens bestimmt, kann man noch Ruhe und innere Entspannung finden. Diese Sätze liest man im Hausprospekt des Landhauses Kehl in Tann-Lahrbach wo die Metelener Heimatfreunde in der Zeit vom 11. bis 18. Mai 2014 Quartier beziehen. Im Leistungspaket sind Übernachtungen, Frühstück, allabendliche Menüessen, Hüttenabend mit Buffet, Rhöner Stubenabend mit Musik und Unterhaltung enthalten. Auf den Tagestouren mit interessantem und abwechslungsreichem Besichtigungsprogramm werden unter anderem die Städte Fulda, Bad Neustadt, Bad Kissingen, Bad Brückenau und die Residenzstadt Meiningen besucht.

 

 

Hotel Landgasthaus Kehl

 

 

Für diese Tour hat Reiseleiter Josef Sunder, Tel.: 02556 / 328 oder Handy: 0171 / 8008711 noch einige Plätze  zu vergeben. Der Fahrpreis für 8 Tage beträgt 530,00 Euro pro Person im Doppelzimmer. Der Zuschlag für das Einzelzimmer beträgt 50,00 Euro. Eine kurzfristige Buchung wäre sinnvoll. Eine Anzahlung von 70,00 Euro je Person wird bei der Anmeldung fällig. hank