Denekamp/Metelen oder Metelen/Denekamp, eine Freundschaft, die seit nunmehr 25 Jahren besteht und in gemeinsamer Geschichte ihren Ursprung hat.

 

 

 

Dass Metelen in den Jahren von etwa 1250 bis 1650 enge Beziehungen zu Denekamp hatte, war bis Anfang der achtziger Jahre nicht bekannt. Die Unterlagen hierfür schlummerten in den Archiven. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde aus Metelener Sicht von keinem Geschichtsschreiber darüber berichtet. In dem Buch  „700 Jaar kerklik Leven in Denekamp „ welches dem Metelener Klemens Tietmeyer nach einer Führung durch das Kloster Frenzwegen in Nordhorn überreicht wurde, war genau aufgezeichnet, welche Beziehungen zwischen Metelen und Denekamp bestanden haben.

 

Die Aussagen von Niederländischer Seite, machten die Metelener neugierig.  Nach Diskussionen im Heimatverein und im Rat der Gemeinde Metelen wurde Dr. August Schröder, Landesarchivar aus Münster, der mit Metelens Geschichte bestens vertraut war, gebeten, doch einmal den Geschichtsdaten nachzugehen. Nach  Studien im Heimatarchiv Metelen und im Staatarchiv Münster kommt Dr. Schröder in dieser Sache zu folgendem  Ergebnis.:

„Das Stift Metelen erhielt nach und nach verschiedene Höfe des Twenter Kirchspiels Oetmarsum, unter anderem den Schultenhof des im Kirchspiel Oetmarsum gelegenen Bauerschaft  Denekamp (damals Denechem geschrieben). Selbst Metelener Ritter  waren in Denekamp begütert. Im Jahre 1295 schenkte Ritter Eilhard von Metelen das ihm gehörige Erbe Thornegen zu Denekamp dem Stift. Auch für manche sonstige Orte der Provinz Overijssel  lassen sich Übertragungen nachweisen. Auf dem Schultenhof zu Denekamp errichtete die Metelener Äbtissin eine ihr gehörige Kapelle, eine sogenannte „Eigenkirche“ .Diese wurde mit der Zeit zur Pfarrkirche. Wie zur damaligen Zeit üblich, handelte es sich gleichzeitig auch um eine Schutz- und Wehrkirche, das heißt, in ihrem Umfeld entstand um 1250  das Kirchdorf  Denekamp.

 

 

 

Im  Vorstand des Metelener Heimatvereins wurde die Kontaktaufnahme zu den Niederländischen Nachbarn beschlossen. Paul Mensing, Albert Tietmeyer und Klemens Tietmeyer fuhren am 28.11.1981 nach Denekamp um beim dortigen Geschäftführer der Heemkunde  Henny Boink und seiner Frau Helen einmal grundsätzlich die Verbindung zu besprechen. Die Aufnahme war bei Kaffee und Kuchen außerordentlich herzlich.

 

In diesem Gespräch stellte sich schnell heraus, dass auf beiden Seiten gleiches Interesse vorlag. Am 3. Dezember 1981 machte dann der Vorstand des Heimatvereins Metelen auf Einladung der Denekämper Heimatfreunde den ersten offiziellen Besuch im Heimathaus „ Huise Kaizer „ in Denekamp. Der erste offizielle Gegenbesuch in Metelen fand am 3. April 1982 statt. Seit dieser Zeit sind viele freundschaftliche Bande unter echten Heimatfreunden entstanden. Gemeinsame Veranstaltungen, Fahrten und gegenseitige Besuche gehören zum jährlichen Programm.

 

 

 

Das Jahresprogramm 2006 war aus Anlass der 25-jährigen Freundschaft zwischen beiden Vereinen mit etlichen Veranstaltungen hüben wie drüben gespickt. Der wohl wichtigste  Programmpunkt im Rahmen der Feierlichkeiten war die gemeinsame Vorstandssitzung der Vereine. Die beiden Vorsitzenden Harm Meek und Heinz Tewes fanden sehr fröhliche Formulierungen zu diesem Ereignis. Ein ganz besonderer Dank galt den Damen und Herren der ersten Stunde. Natürlich wurde in der Runde viel über Begebenheiten aus der Vergangenheit erzählt, aber auch eine Erinnerungsurkunde an diese Festlichkeit wurde gefertigt. Westfälische Hausmannskost und heimische Getränke sorgten bei den Teilnehmern für gute Kondition um der Freundschaft  den würdigen Rahmen zu verleihen.